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Warum KI‑Erfahrung die wichtigste KI‑Kompetenz ist

  • 9. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. Jan.


Zwei Personen sitzen gemeinsam vor einem Laptop, lachen und zeigen auf den Bildschirm, während sie kollaborativ an einer Aufgabe arbeiten; im Hintergrund ein Whiteboard mit Haftnotizen.

KI wird in vielen KMU noch immer wie ein klassisches IT‑Projekt behandelt. Man spricht von Einführung, Rollout, Schulung und Strategie. Doch genau hier beginnt das eigentliche Problem. KI lässt sich nicht einfach einführen. KI muss erlebt werden. Erst die Erfahrungen mit KI ermöglichen die nächsten Schritte.


Die Auswahl an KI‑Tools ist heute unüberschaubar. Für nahezu jede Aufgabe gibt es dutzende Lösungen. Gleichzeitig fehlt vielen Menschen eine klare Vorstellung davon, was KI im eigenen Alltag wirklich leisten kann. Häufig bleiben nur vage Bilder, einzelne Beispiele oder Text‑zu‑Text‑Anwendungen im Kopf. Ohne eigene Erfahrung bleibt KI abstrakt.


KI Kompetenzen entstehen durch Erfahrung

Genau deshalb fehlt oft die Fähigkeit, KI richtig einzuordnen. Diese Einordnung ist heute eine der wichtigsten KI‑Kompetenzen überhaupt. Sie entscheidet darüber, ob KI als Spielerei, als Bedrohung oder als sinnvolles Werkzeug wahrgenommen wird.


KI‑Kompetenz entsteht nicht durch Schulungen oder Richtlinien. Sie entsteht durch Erfahrung. Durch das eigene Tun. Durch Ausprobieren, Hinterfragen und Wiederholen. Erst dadurch entwickelt sich ein realistisches Verständnis dafür, was KI leisten kann – und wo ihre Grenzen liegen.


Kuratiertes Lernen im Team

Ein typisches Beispiel aus dem Alltag: Eine Mitarbeiterin testet erstmals ein KI‑Tool für Kundenanfragen. Der erste Versuch ist enttäuschend. Der zweite besser. Beim dritten versteht sie plötzlich, wie sie formulieren muss, um ein brauchbares Ergebnis zu bekommen. Der Lerneffekt entsteht nicht durch das Tool, sondern durch die eigene Erfahrung mit dem Tool. Genau hier beginnt echte KI‑Kompetenz.


Besonders wirksam wird dieses Lernen, wenn es nicht isoliert stattfindet. KI entfaltet ihren Wert, wenn Erfahrungen geteilt werden. Wenn Menschen voneinander lernen, wie andere KI einsetzen, woran sie gescheitert sind und was sich bewährt hat. So entsteht Orientierung statt Überforderung und Neugier statt Unsicherheit.


Erfahrung vor Regelwerk

Regulatorische und rechtliche Fragen sind wichtig, sollten aber nicht der erste Berührungspunkt mit KI sein. Wenn KI zuerst als Regelwerk erlebt wird, verliert sie ihren experimentellen Charakter. Ohne Freude am Ausprobieren entsteht jedoch keine Lernkurve. Erst Erfahrung, dann Struktur – nicht umgekehrt. Für KMU ergibt sich daraus ein klarer Weg:


  • KI ausprobieren

  • Erfahrungen sammeln

  • Austausch ermöglichen

  • Einordnung lernen

  • Muster erkennen

  • erst danach systematisch entscheiden


Oder anders gesagt: Die Erfahrungen mit KI ermöglichen die nächsten Schritte.


Erst wenn ein Unternehmen wirklich versteht, was KI kann und was nicht, stellt sich die richtige Frage: Was kann KI für uns tun – und wie wollen wir sie sinnvoll nutzen? KI ist kein Projekt, das man einführt. KI ist eine Fähigkeit, die man entwickelt. Und diese Fähigkeit beginnt immer mit dem ersten Experiment. Nicht perfekt, nicht vollständig, aber praktisch. Wer KI wirklich verstehen will, muss sie erleben – genau dort beginnt eine sinnvolle und nachhaltige KI‑Nutzung.









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